Was passiert im Körper bei einem Orgasmus?

Sexuelle Erregung, also das wohlige Gefühl des Auf- und Abbauens von Spannungen im Körper, findet im Orgasmus ihren Höhepunkt. Wissenschaftler haben diese Erregung zur besseren Veranschaulichung in vier Phasen eingeteilt:

  1. Erregungsphase
  2. Plateauphase
  3. Orgasmusphase
  4. Entspannungsphase

Innerhalb dieser vier Phasen gibt es zwischen Frauen und Männern Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.

1. Erregungsphase

Erregungsphase

In dieser Phase nimmt die körperliche Erregung Fahrt auf, der Puls beschleunigt sich, der Atem wird schneller und der Blutdruck steigt. Umgangssprachlich beginnt in dieser Phase das Vorspiel. Frauen lassen sich leichter aus der Erregungsphase ablenken: Da reicht es schon, wenn ein Handy klingelt oder eine Lampe herunterfällt. Zudem scheint es, dass Frauen eher eine direkte körperliche Stimulierung benötigen, während Männer stärker auf rein visuelle Reize reagieren. Daher ist allein der Anblick von nackter Haut für einen Mann bereits anregender!

Bei der Frau:

Bei der Frau schwellen Klitoris und Schamlippen an und färben sich zunehmend rot. Die Scheidenwand sondert vermehrt Flüssigkeit ab (durch die sog. Transsudation), die sich in der Scheide (Vagina) verteilt. Dass die Scheide feucht wird – die sogenannte Lubrikation – erleichtert das Einführen des Penis oder auch eines Sextoys. Die Gebärmutter schwillt leicht an und zieht sich in den Unterleib hinein, wodurch die Vagina etwas länger und weiter wird. Die Brüste können leicht anschwellen und die Brustwarzen richten sich auf.

Beim Mann:

Beim Mann fließt in der Erregungsphase mehr Blut in die Schwellkörper des Penis, der dadurch nicht nur dicker, sondern auch länger wird. Der Penis richtet sich auf und wird steif. Den gesamten Vorgang bezeichnet man als Erektion (von lat. erectio = Aufrichten). Die Hoden und der Hodensack (Skrotum) werden dabei näher zum Körper hingezogen.

Bei einigen Frauen kann das Vorspiel schmerzhaft werden, wenn die Scheide nicht feucht genug wird. Dabei hat eine geringere Transsudation nicht unbedingt etwas mit einer geringeren Erregung zu tun. Ein Gleitmittel, wie VagisanCare Creme-Gleitgel, kann hier Abhilfe schaffen, indem es Reibungen und damit verbundene Schmerzen mindert. Dies kann dazu führen, dass frau beim Sex entspannter ist und besser loslassen kann. So wird Intimität – egal ob allein oder zusammen mit einem Partner – noch schöner. Übrigens: Auch bei Kinderwunsch eignet es sich, da es keine Auswirkungen auf die Spermienvitalität hat.

2. Plateauphase

Plateauphase

Die Erregung hat in dieser Phase ein bestimmtes Niveau (Plateau) erreicht, das anhält, bis der Orgasmus erreicht wird. Puls und Blutdruck steigen – wenn alles gut läuft und der intensive Moment genossen wird – weiter an, die Atmung beschleunigt sich.

Bei der Frau:

Die kleinen Schamlippen färben sich noch intensiver rot und schwellen weiter an. Die sogenannten Bartholin-Drüsen, die im Scheidenvorhof zwischen den beiden kleinen Schamlippen liegen, geben ein Sekret ab, welches das Eindringen und Gleiten des Penis oder Sextoys in die Scheide erleichtert. Die Brüste erreichen den größten Umfang. Die Klitoris wird empfindlicher und zieht sich unter ihre Vorhaut leicht zurück und kann somit nicht mehr so gut stimuliert werden.

Beim Mann:

Der Penis nimmt in dieser Phase nur noch leicht an Größe zu, vor allem im Bereich der Eichel. Diese kann sich zudem rötlich-violett verfärben. Aus der Harnröhre tritt eventuell ein wenig Flüssigkeit hervor, der sogenannte Lusttropfen oder Sehnsuchtstropfen, der bereits einige Samenzellen (Spermien) enthalten kann. Die Hoden schwellen an.

3. Orgasmusphase

Orgasmusphase

Der Orgasmus stellt bekanntlich den Höhepunkt dar: Die Phase geht mit rhythmischen Muskelkontraktionen einher. Er bedeutet für viele höchste Befriedigung und ein intensives körperliches Erlebnis. Atemfrequenz, Blutdruck und Puls der Liebespartner erreichen dabei ihr Maximum. Die Intensität des Orgasmus kann variieren. In der Regel dauert diese Phase bei Männern nicht länger als ein paar Sekunden (zwischen 3 und 12), bei Frauen kann sie bis zu einer Minute ausgedehnt werden – gibt hier also Vorteile, eine Frau zu sein. Wobei es auch einen Wermutstropfen gibt: Laut einer Studie aus den USA geben nur 65 % der Frauen an, für gewöhnlich beim Sex einen Orgasmus zu haben. Das ist ein Drittel weniger als die „Orgasmusquote“ bei Männern (95 %).1 Dies bedeutet natürlich nicht zwangsläufig, weniger Spaß zu haben. Interessant ist hier auch ein Vergleich mit lesbischen Frauen: Hier gaben 86 % an, für gewöhnlich zum Orgasmus zu kommen.

Bei der Frau:

Beim Orgasmus der Frau zieht sich die Muskulatur von Scheide, Gebärmutter und Beckenboden mehrfach im verhältnismäßig langen Zeitraum von ca. 20 bis zu 60 Sekunden rhythmisch zusammen. Das untere Scheidendrittel (d. h. der Bereich ab dem Scheideneingang) verengt sich zur sogenannten orgastischen Manschette. Dieser Vorgang, der schnelle Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, wird oft wie Wellen, die den ganzen Körper durchlaufen, empfunden.

Beim Mann:

Der Orgasmus ist beim Mann deutlich kürzer und durch die Ejakulation sowie rhythmische Muskelkontraktionen u. a. der Beckenbodenmuskulatur gekennzeichnet. Beim Samenerguss tritt das Sperma aus der Harnröhre aus. Der WHO-Richtlinie zur Samenanalyse zufolge, handelt es sich bei einem Ejakulatvolumen von 1,5 ml oder mehr um ein „normales“ Volumen. Übrigens: Die Spermienkonzentration sollte mindestens 15 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit betragen.

4. Entspannungs- oder Rückbildungsphase

Entspannungsphase

Nach dem Orgasmus brauchen die Geschlechtsorgane, bzw. der ganze Körper etwas Zeit, bis der Ruhezustand wieder erreicht ist. Mit dem Nachlassen der Muskelspannung normalisieren sich auch wieder Atmung, Blutdruck und Puls und es breitet sich ein Gefühl der Zufriedenheit sowie Entspannung aus. Vor allem Männer empfinden in dieser Phase ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis. In der Rückbildungsphase unterscheiden sich die Geschlechter durch die unterschiedlich lange Erholungsphase. Männer sind in diesem Stadium gegenüber sexuellen Reizen weniger empfänglich. Einige Frauen – und es soll wohl auch Männer geben – können in kurzer Abfolge, mehrere Orgasmen erleben (sog. multiple Orgasmen). Die Rückbildungsphase setzt dann nach dem letzten Orgasmus ein.

Bei der Frau:

Bei der Frau schwellen in der Rückbildungsphase die Schamlippen langsam ab. Die Scheide verkürzt sich wieder, da die Gebärmutter zur Normalgröße zurückkehrt und sich senkt. Die Klitoris kommt wieder unter ihrer Vorhaut hervor und auch die Brüste finden zu ihrer normalen Größe zurück.

Beim Mann:

Beim Mann verkleinert sich der Penis nach dem Orgasmus verhältnismäßig rasch wieder auf den normalen, erschlafften Zustand. Die Hoden schwellen ebenfalls ab und treten wieder tiefer.

Die schönste Nebensache der Welt wird durch einen Orgasmus noch schöner. Allerdings leidet fast jede zweite Frau über 45 unter Scheidentrockenheit2, wodurch Schmerzen beim Sex auftreten können. Für Frauen in oder nach den Wechseljahren kann eine regelmäßig angewendete Feuchtcreme anstelle eines Gleitmittels den Geschlechtsverkehr spürbar entspannen. Die Vagisan FeuchtCreme kann hier mit dem Doppeleffekt helfen: Sie führt der Vaginalschleimhaut Feuchtigkeit UND pflegende Lipide zu.

 

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Literatur

  1. Frederick et al. Differences in Orgasm Frequency Among Gay, Lesbian, Bisexual, and Heterosexual Men and Women in a U.S. National Sample. Arch Sex Behav (2018) 47:273-288.
  2. NAMS Position Statement 2013. Menopause 2013; 20(9):888-902.

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