Klinische Studie belegt:

Brustkrebspatientinnen mit Scheidentrockenheit profitieren von Vagisan FeuchtCreme

Der Brustkrebsmonat Oktober soll das Bewusstsein für die Krankheit steigern

Die Diagnose Brustkrebs ist für die Betroffenen ein Schock. Der Oktober als “Breast Cancer Awareness Month” soll mehr Aufmerksamkeit für die Krankheit, deren Vorsorgemöglichkeiten und Früherkennung generieren, sowie auf diagnostische und therapeutische Fortschritte hinweisen. Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen heute glücklicherweise gut. Die Behandlung geht jedoch meist mit vielen Nebenwirkungen einher.

Eine Chemotherapie wirkt sich nicht nur auf die Teilung von Krebszellen, sondern auch auf gesunde Zellen aus. Besonders betroffen sind Zellen, die sich schnell teilen, darunter Haarzellen oder auch die Zellen der Vaginalhaut. Daher kommt es in vielen Fällen zu Scheidentrockenheit als Nebenwirkung, deren subjektiven Symptome Trockenheit, Juckreiz, Brennen und Schmerzen in der Scheide sowie der Vulva sein können. In der Folge kann es auch zur Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr) kommen. Diese Symptome können die allgemeine Lebensqualität einer Frau erheblich beeinträchtigen. Eine aktuelle Studie mit Vagisan FeuchtCreme zeigt, wie Brustkrebspatientinnen von der hormonfreien Creme profitieren können.

Chemotherapie löst häufig vaginale Trockenheit aus

 Brustkrebs kann Frauen in jedem Alter treffen

Der Grund für Scheidentrockenheit muss also nicht unbedingt die Menopause sein, sondern auch eine Chemotherapie kann die Ovarialinsuffizienz aufgrund der Follikeldestruktion fördern und zu niedrigeren systemischen Östrogen- und Progesteronspiegeln führen.

Dabei entwickeln 40 % der 40-jährigen und sogar 90 % der 50-jährigen Frauen, die sich einer Chemotherapie unterziehen, eine Ovarialinsuffizienz. Die vulvovaginale Atrophie (VVA), auch genitourinäres Menopausensyndrom (GMS) genannt, stellt in diesem Zusammenhang eine der relevantesten Langzeitnebenwirkungen dar.

Das Hauptsymptom "vulvovaginale Trockenheit", kurz VVT, entwickelt sich nach Beginn der Chemotherapie bei einem hohen Prozentsatz (> 60 %) der Brustkrebspatientinnen. Frauen mit VVT-Symptomen leiden im Alltag unter Beschwerden wie Trockenheit, Juckreiz, Brennen und Schmerzen sowie unter Dyspareunie.

Das primäre Ziel der Behandlung ist die Reduktion der lokalen Beschwerdesymptomatik. Dabei haben Frauen, die sich einer Brustkrebsbehandlung unterziehen und unter VVT-Symptomen leiden, weniger Behandlungsmöglichkeiten als gesunde postmenopausale Frauen. Sowohl die Brustkrebspatientinnen selbst als auch die behandelnden Ärzte möchten in der Regel eine lokale Behandlung mit Östrogenen vermeiden. Nicht-hormonelle Therapien werden als erste Wahl für Frauen mit VVT-Symptomen empfohlen, insbesondere für Frauen mit einer Vorgeschichte von hormonabhängigem Brustkrebs.1

Klinische Daten der Vagisan FeuchtCreme

Aus diesem Grund wurde Vagisan FeuchtCreme, die sich bei postmenopausalen Frauen als wirksam und sicher zur Linderung der Symptome von Scheidentrockenheit erwiesen hat,3 bei Brustkrebspatientinnen über 4 Wochen getestet.2

In die Studie wurden 117 Frauen mit Brustkrebs, die eine Chemotherapie und/oder eine Behandlung mit Aromatasehemmern oder Antiöstrogenen erhielten und entweder zu diesem Zeitpunkt oder bis zu drei Monate nach Abschluss der Behandlung Symptome einer VVT aufwiesen, eingeschlossen.

In der ersten Woche applizierten die Probandinnen das Prüfpräparat Vagisan FeuchtCreme, eine hormonfreie Öl-in-Wasser Formulierung, täglich abends vor dem Schlafengehen in der Scheide. Im weiteren Verlauf wurde das Produkt nach Bedarf intravaginal angewendet. Im äußeren Genitalbereich konnten die Frauen die hormonfreie Creme vier Wochen lang je nach Bedarf auch mehrmals täglich auftragen.

Statistisch signifikante Verbesserung der Beschwerden

Abbildung 1

Bei drei der vier objektiven Wirksamkeitskriterien (Abb. 1) konnten im Verlauf der Behandlung deutliche Verbesserungen beobachtet werden: Nach der vierwöchigen Anwendung der Vagisan FeuchtCreme war das Vaginalepithel aller Patientinnen frei von petechialen Blutungen. Darüber hinaus wurde eine hochsignifikante Reduktion der Ausprägung der Befunde „Verdünnung des Vaginalepithels“ und „Rötung“ festgestellt. Lediglich der „Ausfluss" wurde nicht signifikant beeinflusst.

Die Gesamtpunktzahl aller objektiven Diagnosen zeigt ebenfalls eine hochsignifikante Verbesserung am Ende der vierwöchigen Behandlungszeit.

Abbildung 1: Teilweise hochsignifikante Reduktion der Anzahl der Patientinnen mit objektiv erhobenen Symptomen der vulvovaginalen Trockenheit.

Abbildung 2

Auch bei den subjektiven Symptomen (Trockenheit, Juckreiz, Brennen und Schmerzen unabhängig vom Geschlechtsverkehr) wurde eine hochsignifikante Verbesserung durch die Anwendung der Vagisan FeuchtCreme (Abb. 2) beobachtet.

Abbildung 2: Hochsignifikante Reduktion der Anzahl der Patientinnen mit subjektiven Symptomen der vulvovaginalen Trockenheit.

Abbildung 3

Darüber hinaus wurde bei den Studienteilnehmerinnen, die während des Studienzeitraums Vagisan FeuchtCreme verwendeten, eine signifikante Verringerung der Schmerzen beim Geschlechtsverkehr beobachtet (Abb. 3).

Abbildung 3: Verbesserung der Intensität der Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) nach 28 Behandlungstagen.

Besonders bemerkenswert: 20 % der Studienteilnehmerinnen gaben an, nach der Behandlungszeit symptomfrei zu sein. Darüber hinaus waren bis zum 28. Tag alle Patienten frei von petechialen Blutungen.

Oft wird die Nebenwirkung Scheidentrockenheit einer Chemotherapie nicht angesprochen, auch weil es leider weiterhin als Tabu-Thema gilt. Mit der Studie konnte bewiesen werden, dass sich die belastenden Symptome vergleichsweise leicht behandeln lassen. Denn bereits im Verlauf einer vierwöchigen Behandlung mit Vagisan FeuchtCreme bei Brustkrebspatientinnen wurde eine hochsignifikante Verbesserung sowohl der objektiven als auch der subjektiven Symptome beobachtet. Gleichzeitig kann die Creme aufgrund der geringen Anzahl von unerwünschten Ereignissen als gut verträglich und sicher eingestuft werden.

Der Brustkrebsmonat dient auch der Vorsorge: Lassen Sie sich von Ihrer Gynäkologin bzw. Ihrem Gynäkologen erklären, wie Sie Ihre Brust zu Hause abtasten können und machen Sie dieses regelmäßig, z. B. monatlich zum Start Ihrer Regelblutung. Ab einem Alter von 50 Jahren haben gesetzlich Versicherte auch Anspruch auf ein Mammographie-Screening. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten, welche Vorsorgemaßnahme die geeignetste ist. Denn je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.


Literatur: 

  1. NAMS Position Statement 2013. Menopause 2013; 20(9):888-902. 
  2. Chatsiproios et al., PLoS ONE. 2019; 14(1):e0210967. 
  3. Stute et al., Climacteric. 2015; 18(4):582-9. 

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