Ausfluss: Wann ist er normal und wann Symptom einer Infektion?

Was Scheidenausfluss über die Intimgesundheit aussagt

Scheidenausfluss hat in der Regel jede Frau. Das Sekret aus der Scheide erfüllt dabei eine wichtige Funktion: Es hält die Vagina sauber und feucht. Damit trägt Ausfluss zur allgemeinen Scheidengesundheit bei.

Ausfluss kann aber auch ein hilfreiches Indiz sein, wenn die Gesundheit der Scheide beeinträchtigt ist. Verändern sich Farbe, Menge, Konsistenz oder der Geruch, kann dies auf verschiedene Krankheiten hindeuten. In diesen Fällen sind eine Untersuchung und ggf. eine Behandlung durch Arzt oder Ärztin gefragt.

Darüber hinaus gibt es aber auch natürliche Faktoren, die den Scheidenausfluss verändern können und unbedenklich sind. In diesem Artikel erfahren Sie, was normalen von bedenklichem Ausfluss unterscheidet und welche Krankheiten hinter verändertem Ausfluss stecken können. Zudem erfahren Sie, welche besondere Rolle Scheidenausfluss während des Zyklus, in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren einnimmt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Ausfluss?
  2. Ausfluss: Arten und Bedeutung
  3. Ausfluss und Zyklus
  4. Ausfluss und Schwangerschaft
  5. Ausfluss und Wechseljahre
  6. Scheidenflora unterstützen

Was ist Ausfluss?

Zusammensetzung und Funktion

Ausfluss, Fluor genitalis oder Fluor vaginalis genannt, ist das Sekret, das die Scheide kontinuierlich absondert. Er sorgt dafür, dass die Vagina gereinigt wird. Im Grunde ist er ein Mix aus sich ablösendem Zellmaterial, Sekret aus Vagina und Gebärmutterhals (auch Zervixschleim genannt) sowie Mikroorganismen, vor allem Milchsäurebakterien.

Die Milchsäurebakterien, die auch Laktobazillen genannt werden, spielen eine zentrale Rolle für die Gesundheit der Vagina. Die durch Laktobazillen produzierte Milchsäure sorgt für ein saures Scheidenmilieu mit einem pH-Wert von 3,8 bis 4,5. Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen und Viren wird es dadurch erschwert, sich anzusiedeln und zu vermehren. Ausfluss ist somit Teil des natürlichen Schutzmechanismus der Vagina.

Nicht zu vergessen: Das Sekret sorgt auch für eine feuchte Scheide und ist damit neben weiteren Punkten eine Voraussetzung für ein befriedigendes Sexualleben. In Abhängigkeit vom Zyklus und dem Östrogenspiegel versperrt der Zervixschleim als Bestandteil des vaginalen Sekrets zudem Spermien den Weg in die Gebärmutter oder unterstützt Spermien bei der Befruchtung.

Welcher Ausfluss ist normal?

Illustration eines Slips mit normalem Scheidenausfluss und Angaben zur Konsistenz, Farbe und Geruch

„Normaler“ Ausfluss ist weißlich bis milchig, weshalb er auch Fluor albus oder Weißfluss genannt wird. Er wird von vielen Frauen als geruchlos empfunden, andere empfinden den Duft als dezent und unaufdringlich.

Wie viel Ausfluss der Körper produziert ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Die Menge hängt stark mit den unterschiedlichen Zyklusphasen zusammen. Sie kann daher innerhalb eines Monats immer wieder schwanken.

Auch bei körperlicher Erregung kann sich die Ausflussmenge kurzzeitig erhöhen. Dann wird vermehrt Sekret aus speziellen Drüsen am Scheideneingang produziert.

Den individuellen Farbton sowie die persönliche Duftnote ihres Ausflusses sollte jede Frau kennen, um Veränderungen feststellen zu können.

Schon gewusst?
In der Gynäkologie sind mit „Ausfluss“ streng genommen nur die krankhaften Formen gemeint. Da sich jedoch „Weißfluss“ als Bezeichnung für normales Scheidensekret im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchsetzen konnte, werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.

Wann ist Ausfluss bedenklich?

Krankhafter Ausfluss kann sich in Farbe, Konsistenz und/oder Geruch von „normalem“ Ausfluss unterscheiden. Der Farbton kann sich von Weiß zu Gelb, Grün, Braun oder Rosa ändern. Der unauffällige, neutrale Duft kann in einigen Fällen in starken oder unangenehmen Intimgeruch umschlagen.

Meist treten weitere Symptome, wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen auf, die viele Scheidenentzündungen begleiten. In diesen Fällen sollten Sie einen Termin in der Frauenarztpraxis vereinbaren!

Ursache ist häufig, dass die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das heißt, das Verhältnis der nützlichen Milchsäurebakterien zu anderen, krankmachenden Keimen ist gestört. Mit dem Ausfluss wird ein Teil dieser sogenannten pathogenen Keime aus der Vagina befördert und verändert Farbton, Duftnote oder Konsistenz.

Verschiedene Ursachen können zu einer Abnahme der schützenden Milchsäurebakterien beitragen. Unter anderem:

  • Einnahme von Antibiotika
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Anhaltender Stress oder seelische Belastungen
  • Fremdkörper in der Vagina, z. B. ein vergessener Tampon
  • Verwendung von Scheidenspülungen
  • Falsche und übertriebene Intimpflege, z. B. durch den Einsatz von herkömmlichem Duschgel oder Seife

Tipp bei wiederkehrenden Scheideninfektionen:
Frauen, bei denen immer wieder Infektionen auftreten, können mit der Zuführung von Milchsäure-Präparaten und einer abgestimmten Intimpflege, ein gesundes und damit abwehrstarkes Scheidenmilieu unterstützen.

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Ausfluss: Arten und Bedeutung

Was bedeuten die Ausfluss-Farben?

Verändert sich der Scheidenausfluss kann das ein Hinweis auf verschiedene Erkrankungen sein. Besonders der Farbton ist für viele Frauen ein auffälliges Signal. Zudem treten häufig noch weitere Beschwerden oder Symptome auf.

Bei auffälligen Veränderungen des Ausflusses sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen. Nur so sind eine eindeutige Diagnose und die richtige Behandlung möglich.

Weißer Ausfluss

Der normale Ausfluss (Weißfluss, Fluor albus) ist milchig-weiß bis farblos und entweder geruchlos oder von dezentem Duft.

Illustration einer Unterhose mit weißem, bröckeligem Scheidenausfluss und Angaben zur Konsistenz und Farbe von Ausfluss bei Scheidenpilz

Ist jedoch die Konsistenz bröckelig-weiß und erinnert an Hüttenkäse, liegt höchstwahrscheinlich eine Pilzinfektion der Vagina vor. Weitere Symptome von Scheidenpilz sind meist eine gerötete Schleimhaut, vaginaler Juckreiz und brennender Schmerz.

Illustration einer Unterhose mit weißem Ausfluss und der Darstellung von Fischen als Sinnbild für Scheidenausfluss bei bakterieller Vaginose

Ist der Ausfluss hingegen dünnflüssig, weiß-grau und haftet ihm ein unangenehmer, fischiger Geruch an, kann das ein Hinweis auf eine bakterielle Vaginose sein.

Die bakterielle Vaginose verläuft schätzungsweise in rund der Hälfte aller Fälle symptomfrei bzw. wird von rund 50 % der Betroffenen nicht wahrgenommen. Sie wird dann entweder gar nicht oder erst im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt.

Sowohl bei einer Hefepilz- wie auch einer bakteriellen Infektion, kann es nach der erfolgten Behandlung sinnvoll sein, die Scheidenflora mit Milchsäurebakterien anzureichern, um den erneuten Aufbau eines gesunden Scheidenmilieus zu unterstützen, z. B. mit Vagisan ProbioFlora Milchsäure-Bakterien.

Gelber und grüner Ausfluss

Illustration eines Slips mit grün-gelbem Scheidenausfluss und Angaben zu Konsistenz und fischigem Geruch bei einer Infektion mit Trichomonaden

Ein veränderter gelb gefärbter Ausfluss kann auf eine Geschlechtskrankheit hindeuten. In einer infizierten Vagina kann es unter anderem zu einer Ansammlung von zahlreichen Leukozyten kommen, welche die gelbe Farbe verursachen können.

Sind Chlamydien die Ursache, kommt es zu einem eitrig gelben Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlassen. Unbehandelt kann die Chlamydien-Infektion unfruchtbar machen.

Wird die Infektion durch Trichomonaden ausgelöst, tritt vermehrter, bisweilen schaumiger, grün-gelber Ausfluss auf. Weitere Symptome der Erkrankung sind Brennen und Juckreiz in der geröteten Vagina, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Wasserlassen. In seltenen Fällen kann auch, ähnlich wie bei einer bakteriellen Vaginose, ein fischiger Intimgeruch auftreten.

Um zu überleben, benötigt Trichomonas vaginalis ein feuchtes Milieu und einen mäßig sauren oder neutralen pH-Wert. Die Schleimhäute des Genitaltrakts sind dafür sehr geeignet. Hier kann der Erreger jahrelang überdauern. Der Einzeller besiedelt – entgegen seinem Artnamen „vaginalis“ – nicht nur die Vagina, sondern auch die Harnröhre von Frauen und Männern.

Gonokokken sind die Erreger der Geschlechtskrankheit Tripper, die bei Frauen häufig symptomlos verläuft. Wenn Beschwerden auftreten, sind es ein übelriechender, schleimig bzw. rahmig gelber Ausfluss, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sowie eine erschwerte Harnblasenentleerung. Es können aber auch Zwischenblutungen und eine verlängerte Regelblutung auftreten. Unbehandelt kann sich die Erkrankung über die Gebärmutterschleimhaut und die Eileiter bis zu den Eierstöcken ausbreiten und letztlich zu Unfruchtbarkeit führen.

Ein gelb-grüner Ausfluss erfordert immer einen Arztbesuch, um die Ursache für den veränderten Ausfluss festzustellen und die geeignete Therapie einzuleiten.

Brauner Ausfluss

Illustration eines Slips mit braunem Ausfluss als Sinnbild für eine Vermischung von Scheidenausfluss mit Blut aus der Vagina

Zu braunem Ausfluss kann es unter anderem durch Beimischung von Blut zum „normalen“ Scheidenausfluss kommen. Ursachen dafür können Fremdkörper in der Vagina wie beispielsweise Spirale oder Pessare, Verletzungen an der Scheide oder an der Scheidenschleimhaut sein.

Unmittelbar vor dem Einsetzen der Periode kann sich der Ausfluss braun oder braunrot verfärben und so den bevorstehenden Beginn der Periode ankündigen. Auch nach der Periode kann der Abtransport von restlichem Blut dem Ausfluss eine bräunliche Farbe und eine dickliche Konsistenz verleihen. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Besteht bräunlicher Ausfluss jedoch noch mehrere Tage nach Ende der Periode, verändert sich der Farbton oder kommen weitere Symptome hinzu wie Schmerzen, Juckreiz oder eine erhöhte Körpertemperatur, sollte ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.

 

Rosa Ausfluss

Illustration einer Unterhose mit rosa Scheidenausfluss als Sinnbild für die Vermischung von Ausfluss mit frischem Blut, die beispielsweise bei einer Nidationsblutung bei einer beginnenden Schwangerschaft auftreten kann

Rosa gefärbter Ausfluss entsteht meist durch die Beimischung von frischem Blut. Er kann ein Hinweis auf eine beginnende Schwangerschaft sein. Leichte Blutungen an der Gebärmutterschleimhaut können auftreten, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet. In der Fachsprache wird dies Nidations- oder Einnistungsblutung genannt.  

Ist der rosa Ausfluss dickflüssig und treten Beschwerden wie Juckreiz, eine Schwellung der äußeren Geschlechtsorgane, Brennen beim Wasserlassen und/oder Schmerzen beim Sex auf, kann eine Infektion dahinterstecken.

Zudem kann rosa Ausfluss auch bei Verletzungen im äußeren Genitalbereich oder in der Scheide auftreten, z. B. durch Einführen oder Vorliegen von Fremdkörpern oder durch Vaginalverkehr. Auch Polypen (gutartige Wucherungen) am Gebärmutterhals oder in der Gebärmutter können zu Blutungen führen und so zu rosa Ausfluss führen.

In diesen Fällen sollte zur Abklärung ein Gynäkologe oder eine Gynäkologin konsultiert werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Ausfluss „normal“ ist, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin offen darüber zu sprechen. Möglichst genaue Angaben zu Aussehen, Konsistenz und Geruch des Ausflusses liefern wichtige Hinweise.

Ausfluss und Zyklus

Wie verändert sich der Ausfluss während des Zyklus?

Wer seinen Scheidenausfluss genau beobachtet, wird feststellen, dass sich Menge, Aussehen und Konsistenz im Verlauf des Zyklus verändern. Verantwortlich für diese natürlichen Veränderungen sind Sexualhormone, insbesondere Östrogen und Progesteron. Es wird in der ersten Zyklushälfte vermehrt ausgeschüttet, nach dem Eisprung fällt es ab, um dann zusammen mit dem Geschlechtshormon Progesteron langsam anzusteigen.

Illustration der vier Phasen des Menstruationszyklus als Sinnbild dafür, wie sich Ausfluss während des Zyklus verändert

Typisch für die Zyklusphasen sind:

  1. Menstruation: Blutung
    Die Regelblutung wird als erste Phase innerhalb eines Menstruationszyklus bezeichnet. Währenddessen und kurz danach ist so gut wie kein Scheidenausfluss vorhanden. Der Östrogen- und Progesteronspiegel befinden sich auf einem Tiefpunkt.
     
  2. Follikelphase: von dünnflüssig zu cremig
    Die Östrogenproduktion nimmt nun wieder zu. Es kann allerdings einige Tage dauern, bis wieder mehr Sekret wahrgenommen wird. Der Ausfluss ist zunächst eher farblos und dünnflüssig. Bis zum Eisprung in der nächsten Phase kann er dickflüssig, cremig oder klebrig werden. Sein Aussehen wechselt von durchsichtig zu weißlich oder milchig. Getrockneter Ausfluss im Slip kann auch leicht gelblich erscheinen.
     
  3. Ovulation: flüssiges und spinnbares Sekret
    Kurz vor dem Eisprung befindet sich der Östrogenspiegel auf dem Höhepunkt des Zyklus. In dieser Zeit nimmt die Menge des Ausflusses für gewöhnlich zu. Die Konsistenz verflüssigt sich wieder und erinnert an rohes Eiweiß. Die Scheide fühlt sich meist insgesamt feuchter an. Diese Dünnflüssigkeit unterstützt die Befruchtung, da Spermien so schneller zur Eizelle gelangen.
     
  4. Lutealphase: weniger und zähflüssiges Sekret
    Nach dem Eisprung nimmt die Menge an Ausfluss rasch wieder ab und auch die Konsistenz wird erneut zähflüssiger. In dieser Phase dominiert das Hormon Progesteron, das die Bildung von Sekret im Gebärmutterhals hemmt. Unmittelbar vor dem Einsetzen der nächsten Periode kann sich der Scheidenausfluss kurzzeitig noch einmal verstärken, bevor der Zyklus von Neuem beginnt.

Ausfluss und Schwangerschaft

Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt vermeiden

Stilisierte Illustration einer schwangeren Frau mit einer Gedankenblase, in der sich ein Slip und ein Fragezeichen befinden als Sinnbild für die Frage, was Ausfluss während einer Schwangerschaft bedeuten kann

In der Schwangerschaft steigt die Schleimproduktion stark an, so dass es zu verstärktem Ausfluss kommt. Handelt es sich um dicken Weißfluss, ist das ganz normal.

Verändert sich jedoch der Ausfluss in Farbe, Konsistenz und Geruch, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, denn auch in der Schwangerschaft kann es zu Scheideninfektionen kommen.

Auffällig ist auch, dass während der Schwangerschaft häufiger vaginale Erkrankungen diagnostiziert werden. Z. B. wird bei der regulären gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung bei 5 % eine bakterielle Vaginose festgestellt, während es bei Schwangeren bis zu 20 % sind.

Zum Schutz von Mutter und Baby sollten Scheidenpilz, bakterielle Vaginose und Co. ärztlich behandelt werden. Andernfalls können Komplikationen wie vorzeitige Wehen, eine Frühgeburt oder eine Ansteckung des Babys bei der Geburt eintreten.

Ausfluss und Wechseljahre

Beschwerden vor und nach der Menopause

Stilisierte Illustration einer älteren Frau mit einer Gedankenblase, in der sich eine Unterhose und ein Fragezeichen befinden als Sinnbild für die Frage, was Ausfluss während und nach den Wechseljahren bedeuten kann

Mit Eintritt der Wechseljahre nimmt der normale Ausfluss ab und die Anfälligkeit für vaginale Erkrankungen zu. Ursachen dafür sind hormonelle Veränderungen wie die abnehmende Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen.

Zum einen bedingt der Östrogenmangel eine Abnahme der schützenden Milchsäurebakterien. Der pH-Wert im inneren und äußeren Intimbereich steigt an, wodurch die natürliche Schutzfunktion der Scheidenflora beeinträchtigt ist und pathogene Keime leichter in die Scheide eindringen und Infektionen auslösen können.

Zum anderen können sich die Hormonveränderung und der natürliche Alterungsprozess auf die Haut und Vaginalschleimhaut auswirken. Sie werden dünner und trockener. Die Schleimhaut produziert weniger Vaginalsekret, die das Scheideninnere geschmeidig hält.

Vaginale Trockenheit betrifft nahezu jede zweite Frau über 45! Hier erfahren Sie mehr zu Symptomen und der Behandlung von Scheidentrockenheit in den Wechseljahren.

Scheidenflora unterstützen

Tipps für eine gesunde Intimpflege

Einige Frauen werden die jeweilige Infektion im Genitalbereich einfach nicht los. Wenn Scheidenpilz und Co. immer wieder auftreten, kann es sinnvoll sein die Vaginalflora verstärkt zu unterstützen.

  • Hilfreich sind hierbei vor allem die Zuführung von Milchsäure oder Milchsäurebakterien. Hier erfahren Sie, bei welchen Beschwerden Milchsäure oder Milchsäurebakterien die richtige Wahl sind.
  • Darüber hinaus können Sie auch mit der richtigen Intimpflege und einigen Gewohnheiten die Gesundheit der Scheide unterstützen. Verzichten Sie beispielsweise auf Scheidenspülungen, Vaginalduschen oder Intimdeos. Sie schaden meist eher, als dass sie etwas nützen. Besser ist eine schonende Reinigung mit Wasser oder einer Intimwaschlotion, die auf den pH-Wert des äußeren Intimbereichs abgestimmt ist.
  • Versuchen Sie ein feucht-warmes Klima im Schritt zu vermeiden, denn in diesem Klima fühlen sich die pathogenen Keime besonders wohl. Verzichten Sie auf Slips aus Synthetik, sehr eng anliegende Unterwäsche oder Hosen, da diese Luft nur schlecht zirkulieren lassen und einen Wärmestau begünstigen. Besser sind Höschen aus Naturfasern wie Baumwolle oder Seide.
  • Apropos: Auch der Schnitt der Unterwäsche kann einen Unterschied ausmachen. Vor allem bei Strings und Tangas können beim Hoch- und Runterziehen schnell Darmbakterien in Richtung Scheideneingang befördert werden. Pantys oder Hipster liegen in der Regel nicht direkt in der Pofalte und sind daher besser geeignet.
  • Wer unter vermehrtem Ausfluss leidet, greift häufig zu Slipeinlagen für ein hygienischeres Gefühl oder um die Unterwäsche zu schonen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden. Sie sollten allerdings Einlagen oder Binden ohne Duft und Plastikschicht bevorzugen. Aggressive Duftstoffe sowie Parfum können sich ungünstig auf die Scheidenflora auswirken während Plastik die Luftzirkulation beeinflussen kann.
  • Beim Sex sollten Sie idealerweise mit Kondom verhüten, da sich auch auf dem Penis Keime, wie Hefepilze befinden können. Zudem gehört Sperma zu den alkalischen Flüssigkeiten und kann den pH-Wert der Scheide kurzzeitig anheben.

Sie möchten Ihre Intimpflege-Routine noch weiter perfektionieren? Hier finden Sie weitere Informationen und nützliche Tipps zur Intimpflege!

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