Was macht einen gesunden Intimbereich aus?

Fast jede Frau hat schon einmal mit einer Irritation oder Infektion im Intimbereich zu tun gehabt. Doch wann ist der Intimbereich im gesunden Gleichgewicht und wie kann dieses unterstützt werden?  

Scheide und äußerer Intimbereich – „innen“ und „außen"

Die verschiedenen Zonen des Intimbereichs bilden eine Einheit und verfügen normalerweise über ein ausgewogenes, natürliches Schutz- und Selbstreinigungssystem. Sowohl in der Scheide/Vagina („innen“) als auch im äußeren Intimbereich/Vulva („außen“) ist normalerweise alles darauf abgestimmt, dass fremde Keime (Bakterien, Pilze) gut abgewehrt werden können. Wird dieses Schutzsystem gestört, können Irritationen (Reizungen, etwa in Form von Brennen und Rötungen) und Infektionen im äußeren Intimbereich und in der Scheide auftreten. Vor allem für Frauen, die für Scheideninfektionen anfällig sind und/oder eine empfindliche Haut im äußeren Intimbereich haben, ist es wichtig, den gesamten Intimbereich („innen“ und „außen“) im Blick zu haben, denn Störungen im äußeren Intimbereich können sich auf die Scheide auswirken und umgekehrt.

Schon gewusst? Der äußere Intimbereich wird auch Vulva genannt – die Vagina bezeichnet nur die Scheide (innen)!

Gesunde Vaginalschleimhaut und Scheide

Wie unsere Haut bildet auch die Vaginalschleimhaut eine wichtige Barriere zum Schutz vor Keimen. Abgesehen davon, dass die Vaginalschleimhaut die Scheide von innen auskleidet, bietet sie die optimale Umgebung für die Besiedlung mit besonderen Bakterien, den Milchsäure-Bakterien (auch Laktobazillen oder Döderlein-Bakterien genannt). Eine gesunde Vaginalschleimhaut versorgt die Milchsäure-Bakterien mit Nährstoffen, sodass diese die Scheide besiedeln können. Milchsäure-Bakterien sind besonders wichtig für eine gesunde Scheidenflora. Sie produzieren – wie der Name vermuten lässt – Milchsäure und schaffen damit in der Scheide ein optimales saures Milieu mit einem pH-Wert (Säurewert) von 3,8 bis 4,4.

Diese Umgebung (Nährstoffe und pH-Wert) ist für die Milchsäure-Bakterien optimal. „Krankmachende“ Bakterien fühlen sich bei diesem sauren pH-Wert jedoch nicht wohl und können sich nur schlecht vermehren. Milchsäure-Bakterien und die von ihnen produzierte Milchsäure bilden also gemeinsam mit einer gesunden Vaginalschleimhaut den natürlichen Infektionsschutz der Scheide.

Leider kann die natürliche Scheidenflora durch vielfältige Einflüsse gestört werden, wie beispielsweise durch die Einnahme von Antibiotika. Diese können nicht nur krankmachende Bakterien erfassen, sondern leider auch die notwendigen Milchsäure-Bakterien. Fehlen diese oder sind sie in zu geringer Anzahl vorhanden, wird zu wenig Milchsäure produziert. Die Folge: Der pH-Wert in der Scheide steigt und unerwünschte, potenziell krankmachende Erreger können sich über ein gesundes Maß hinaus vermehren.

Außerdem können alkalische Körperflüssigkeiten wie z. B. Blut (Menstruation) oder Sperma zu einer vorübergehenden Erhöhung des pH-Wertes in der Scheide führen. Auch Hormonschwankungen während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sowie Schwächungen des Immunsystems durch Stress, können die Scheidenflora negativ beeinflussen.

In allen Fällen steigt das Risiko für eine Scheideninfektion. Zu den am häufigsten auftretenden Scheideninfektionen, bei denen das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora gestört ist, zählen der Scheidenpilz und die sogenannte Bakterielle Vaginose.

  • Vorbeugung von Scheidenpilz-Infektionen: Bei Neigung zu wiederholter Scheidenpilz-Infektion oder nach einer Antibiotika-Therapie können Sie eine gestörte Scheidenflora mit Vagisan Milchsäure-Bakterien regenerieren.
  • Vorbeugung von Bakterieller Vaginose: Bei Neigung zu wiederkehrender Bakterieller Vaginose ist es empfehlenswert, die Scheidenflora durch eine schnelle Ansäuerung mit Vagisan Milchsäure zu unterstützen.

Vulva: Gesunder äußerer Intimbereich

Bei einer gesunden Intimhygiene gilt insbesondere der Grundsatz: Nicht übertreiben!

Es ist eine fälschliche Annahme, dass jedes Hautproblem und jede Störung im Intimbereich auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist. Ganz im Gegenteil, durch übertriebene oder falsche Hygiene kann es im äußeren Intimbereich zu Irritationen kommen.

Auch die Haut des äußeren Intimbereichs ist mit einer natürlichen Keimflora besiedelt, zu der auch Milchsäure-Bakterien gehören. Außerdem bildet die Haut aus hauteigenen Fetten und feuchtigkeitsbindenden Stoffen einen schützenden Film, den sog. Hydrolipidfilm. Weil dieser Film einen sauren pH-Wert von etwa 5,0 - 5,5 aufweist, spricht man auch vom Säureschutzmantel der Haut. So findet auch im äußeren Intimbereich eine natürliche Abwehr von Infektionserregern („krankmachenden Keimen“) statt.

Ein gesundes System bzw. eine gesunde Haut ist in der Lage, Beanspruchungen oder Einflüsse von außen auszugleichen, z. B. nach dem Waschen den Hydrolipidfilm und mit ihm den Haut- und Infektionsschutz wiederherzustellen. Um den Säureschutzmantel wiederaufzubauen, benötigt die Haut allerdings einige Zeit. Bei nachhaltiger oder dauerhafter Störung des Säureschutzmantels kann die Haut sich jedoch nicht schnell genug regenerieren und reagiert häufig mit Hautirritationen (Hautreizungen, d.h. Rötung, Jucken, Brennen). Wenn z. B. zur Reinigung des äußeren Intimbereichs stark entfettende Waschsubstanzen verwendet werden, kann dies zu einer nachhaltigen Störung des Säureschutzmantels führen. Auch bei der Verwendung von alkalischen Seifen und Duschgelen mit aggressiven Waschsubstanzen kann das der Fall sein. Auf der so geschädigten Haut können sich Infektionserreger leichter ansiedeln, ausbreiten und auch in die Scheide gelangen. Die richtige Intimpflege ist daher besonders wichtig.

  • Störungen im äußeren Intimbereich können sich auf die gesunde Scheide auswirken und umgekehrt. In erster Linie geht es bei der Intimhygiene darum, die Haut nicht zu stark zu entfetten und den natürlichen Säureschutzmantel mit einem pH-Wert von ca. 5 zu erhalten. Untersuchungen zeigen, dass der pH-Wert mit zunehmendem Lebensalter noch ansteigt. Dadurch kann die Fähigkeit der Haut, Bakterien abzuwehren, vermindert sein. Hautreinigungsprodukte für den äußeren Intimbereich sollten deshalb altersunabhängig auf einen pH-Wert von ca. 5 und nicht höher eingestellt sein, um den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht unnötig zu belasten. Deshalb ist es zunächst wichtig, die Haut nur mit warmem Wasser oder mit einer milden Waschlotion zu reinigen. Hier eignet sich z. B. die Vagisan Intimwaschlotion.

  • Für Frauen, die zu Hautreizungen neigen, empfiehlt sich die regelmäßige Anwendung einer Schutz- und Pflege-Salbe im äußeren Intimbereich. Diese kann die Haut vor Feuchtigkeit und Reibung schützen und somit dem Wundwerden vorbeugen. Ist die Haut bereits gereizt, kann die Salbe helfen, die Haut schneller wieder zu beruhigen. Um einen Feuchtigkeitsstau im Intimbereich zu vermeiden, ist die Verwendung einer Salbe mit atmungsaktiven Eigenschaften von Vorteil. Die Vagisan Schutz-Salbe bietet genau diese Vorteile.

Unsere Tipps für einen gesunden Intimbereich:

  • Keine übertriebene Intimhygiene
  • Alkalische Seifen und Duschgele mit aggressiven Waschsubstanzen meiden und den Intimbereich sanft mit einer speziellen Intimwaschlotion reinigen, damit der Säureschutzmantel der Haut nicht gestört wird z. B. Vagisan Intimwaschlotion
  • Nur den äußeren Intimbereich reinigen und Scheidenspülungen und Vaginalduschen vermeiden
  • Intimbereich mit den Händen waschen oder frische Waschlappen verwenden
  • Baumwollslips tragen und diese bei 60 °C waschen
  • Einlagen ohne Duftstoffe und Kunststofffolie verwenden
  • Langes Verweilen in Schwimmbad, Badewanne, Dampfbädern und Whirlpools möglichst meiden
  • Bei einer Intimrasur immer eine frische Klinge verwenden sowie nass und mit Rasierschaum rasieren. Tipps für eine perfekte Intimrasur finden Sie hier
  • Weiches Toilettenpapier benutzen und von vorne nach hinten wischen
  • Gereizte Haut nach dem Waschen und nach dem Toilettengang pflegen, z. B. Vagisan Schutz-Salbe
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