Trockene Scheide als Nebenwirkung der Krebstherapie

Wie eine hormonfreie Creme bei Scheidentrockenheit auch Krebspatientinnen helfen kann

Scheidentrockenheit durch Krebsbehandlung hormonfrei behandeln

Krebspatientinnen machen oft die Erfahrung, dass dem Problem der Scheidentrockenheit während oder nach einer Krebstherapie nur geringe Beachtung geschenkt wird. Dabei treten die Beschwerden einer trockenen Scheide im Zusammenhang mit einer Chemotherapie, Bestrahlung oder einer Antihormontherapie – zum Beispiel zur Behandlung von Brustkrebs – häufig auf.

Zu den Beschwerden durch die Erkrankung selbst, den Ängsten und dem Unwohlsein durch die Krebstherapie, kommt dann auch noch eine trockene Scheide dazu, die die Lebensqualität weiter einschränkt. Doch Sie sind damit nicht allein und es gibt hormonfreie Behandlungsmöglichkeiten, um die Symptome der vaginalen Trockenheit zu lindern.

In diesem Artikel erfahren Sie, welcher Zusammenhang zwischen einer trockenen Scheide und den verschiedenen Arten der Krebsbehandlung besteht, und wie Scheidentrockenheit während und nach der Krebstherapie hormonfrei behandelt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Scheidentrockenheit?
  2. Trockene Scheide durch Krebstherapie
  3. Vaginale Trockenheit bei Chemotherapie
  4. Trockene Scheide als Nebenwirkung der Bestrahlung
  5. Scheidentrockenheit durch Antihormontherapie
  6. Hormonfreie Behandlung von Scheidentrockenheit

Was ist Scheidentrockenheit?

Eine trockene Scheide äußert sich durch ein generelles Trockenheitsgefühl der Vagina, das sich aber häufig auch im Scheideneingang und äußeren Intimbereich deutlich bemerkbar macht. Es können Reizungen und Empfindungen wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen auftreten und für die betroffenen Frauen sehr quälend sein.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Symptomen von Scheidentrockenheit, möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten!

Wie spürt man vaginale Trockenheit?

In diesem Video berichtet die Sexualtherapeutin Ann-Marlen Henning aus eigener Erfahrung wie sich Scheidentrockenheit anfühlen kann und wie Sie diese erkennen können.

Trockene Scheide durch Krebstherapie

Krebserkrankungen werden häufig mit Chemo- oder Strahlentherapie behandelt, mit dem Ziel, die aggressiven Krebszellen zu zerstören und ihr weiteres Wachstum zu verhindern. Auch wenn heutzutage viele onkologische Behandlungsmethoden sehr zielgerichtet und vergleichsweise schonend durchgeführt werden können, ganz ohne Nebenwirkungen sind sie in der Regel leider nicht.

So können neben der Belastung durch die Erkrankung selbst verschiedene Nebenwirkungen unter Bestrahlung, Chemotherapie oder dem Einsatz von Antiöstrogenen hinzukommen. Bei Frauen kommt es oftmals zu Scheidentrockenheit.

Da die Behandlung der Tumorerkrankung im Vordergrund steht, kann es vorkommen, dass einer trockenen Scheide als Nebenwirkung weniger Beachtung geschenkt wird. Dennoch kann vaginale Trockenheit – je nach Ausprägung – zu einem erheblichen Leidensdruck führen. Die damit einhergehenden Beschwerden sind unangenehm und können eine zusätzliche körperliche und seelische Belastung darstellen.

Vaginale Trockenheit bei Chemotherapie

Scheidentrockenheit Chemotherapie

Als Chemotherapie bezeichnet man die Behandlung mit sogenannten Zytostatika. Sie wirken sich auf die Zellteilung aus und sollen so die Krebszellen in ihrem Wachstum hemmen. Dabei wird jedoch in einem gewissen Ausmaß auch die Zellteilung gesunder Zellen beeinträchtigt.

Besonders betroffen sind vor allem jene Zellen, die sich relativ schnell teilen – darunter die Zellen von Haarwurzeln, der Haut und der Schleimhäute (z. B. des Magen-Darm-Trakts). Oft kommt es daher während der Chemotherapie zu den bekannten Nebenwirkungen wie trockene und juckende Haut, Durchfall und Haarausfall.

Dass auch die Haut der Scheide und des äußeren Intimbereichs betroffen sein kann, wird hingegen kaum beachtet. Obwohl die Beeinträchtigungen durch Scheidentrockenheit zu einem erheblichen Leidensdruck führen kann.

 

Trockene Scheide als Nebenwirkung der Bestrahlung

Scheidentrockenheit Bestrahlung

Eine Strahlentherapie im Beckenbereich kann sich ebenfalls auf die Vaginalhaut auswirken und zu Scheidentrockenheit führen. Bei bestimmten Krebserkrankungen des Unterleibs – zum Beispiel bei Gebärmutterhalskrebs – soll eine Bestrahlung gezielt die Krebszellen zerstören. Leider kann dabei auch gesundes Gewebe der Vagina in Mitleidenschaft gezogen werden. Schmerzen, Juckreiz und ein Trockenheitsgefühl in der Scheide können mögliche Folgen sein.

Scheidentrockenheit durch Antihormontherapie

Scheidentrockenheit Antihormontherapie

Bei einigen Krebsformen spielt das weibliche Geschlechtshormon Östrogen eine zentrale Rolle, da es am Wachstum von bestimmten Tumoren beteiligt sein kann. Dies trifft auf die meisten Formen von Brustkrebs zu.

Bei einer Antihormontherapie können daher verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen, die entweder die natürliche, körpereigene Östrogenproduktion unterbinden oder die Wirkung des vorhandenen Östrogens unterdrücken. Das Wachstum östrogenabhängiger Tumore soll dadurch gehemmt werden.

Jedoch wird auch die Produktion der Scheidenflüssigkeit und eine gesunde Scheidenhaut von Östrogenen beeinflusst. Die Anwendung von Antiöstrogenen, GnRH-Analoga oder Aromatasehemmern im Rahmen einer Antihormontherapie kann sich daher ebenfalls auf die Vaginalhaut auswirken. Trockenheit in der Scheide, am Scheideneingang und auch im äußeren Intimbereich mit den entsprechenden Beschwerden (Jucken, Brennen, Schmerz) ist häufig die Folge.

 

Hormonfreie Behandlung von Scheidentrockenheit während und nach der Krebstherapie

Nebenwirkung Krebstherapie hormonfrei Behandlung

Glücklicherweise ist Scheidentrockenheit mit speziellen Feuchtcremes oder Vaginalzäpfchen sehr gut behandelbar. Die Vagisan FeuchtCreme und das Vagisan FeuchtCreme Cremolum in Zäpfchenform spenden pflegende Lipide, die der Haut in der Scheide und im äußeren Intimbereich ihre Geschmeidigkeit zurückgeben – und das ganz ohne Hormone.

Hormonfreie Befeuchtungsprodukte haben insbesondere für Frauen, die an einer Krebsart erkrankt sind, die sich östrogenabhängig entwickelt, einen entscheidenden Vorteil. Denn hier muss meist explizit auf Hormonpräparate verzichtet werden.

Die Vagisan FeuchtCreme ist hormonfrei und wird mithilfe eines Applikators in die Scheide eingeführt oder im äußeren Intimbereich aufgetragen. Der Doppeleffekt aus Feuchtigkeit und pflegenden Lipiden hilft die Symptome zu lindern. Dies unterscheidet sie von einem wasserbasierten Gel, wo pflegende Lipide fehlen. In einer Anwenderstudie wurden bei Brustkrebspatientinnen deutliche Verbesserungen der Beschwerden festgestellt. Übrigens: die FeuchtCreme kann auch beim Sex verwendet werden.

Wer keinen Applikator nutzen möchte, setzt zur Linderung der typischen Symptome einer Scheidentrockenheit wie Trockenheitsgefühl, Brennen, Juckreiz sowie Schmerzen auf die ebenfalls hormonfreien und weichschmelzenden Zäpfchen von Vagisan FeuchtCreme Cremolum. Diese enthalten ebenfalls Milchsäure, pflegen die Scheide und halten sie geschmeidig.

Die sehr gute Verträglichkeit sowie eine hochsignifikante Besserung der typischen Beschwerden bei Scheidentrockenheit nach Anwendung der Vagisan FeuchtCreme, sind durch eine klinische Studie an 117 Brustkrebspatientinnen belegt1.

Studie zur Anwendung der Vagisan FeuchtCreme bei Brustkrebspatientinnen

Scheidentrockenheit Brustkrebs

Die Ziele der 2019 veröffentlichten Studie waren:

  • die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Vagisan FeuchtCreme bei Brustkrebspatientinnen zu untersuchen
  • herauszufinden, ob eine Besserung dersubjektiven Beschwerden der Patientinnen erreicht werden kann
  • und gleichzeitig auch eine objektive Besserung des Befundes der Scheidentrockenheit durch den Arzt bestätigt werden kann
Vagisan FeuchtCreme Studie Brustkrebs

 

90% der Patientinnen als auch der behandelnden Ärzte beurteilten die Verträglichkeit von Vagisan FeuchtCreme als sehr gut oder gut.

88% der Patientinnen als auch der behandelnden Ärzte beurteilten die Wirksamkeit von Vagisan FeuchtCreme als sehr gut oder gut.

Die Anzahl der Patientinnen, die unter Trockenheitsgefühl, Brennen, Juckreiz und Schmerzen unabhängig vom Geschlechtsverkehr litten, konnte signifikant reduziert werden. Darüber hinaus konnte auch der Schweregrad von Rötungen oder kleinsten, stecknadelkopfgroßen Blutungen (petechiale Blutungen) durch die Anwendung der FeuchtCreme signifikant reduziert werden1.

 

Nach 4-wöchiger Anwendung der Vagisan FeuchtCreme waren bereits 21,4 Prozent der Patientinnen völlig frei von subjektiven Beschwerden der vulvovaginalen Trockenheit (Trockenheitsgefühl, Brennen, Juckreiz und Schmerzen unabhängig vom Geschlechtsverkehr).

Wie schnell kann Vagisan FeuchtCreme bei Scheidentrockenheit helfen?

Schauen Sie sich dieses Video an, wenn Sie wissen wollen, was Ann-Marlene Henning über die Vagisan FeuchtCreme denkt und wie schnell sie ihr geholfen hat.

Neben Informationen zu der der FeuchtCreme oder dem FeuchtCreme Cremolum haben wir darüber hinaus noch nützliche Tipps zur Intimpflege für Sie zusammengetragen – für einen gesunden Intimbereich.

Vagisan-Ratgeber Scheidentrockenheit während der Krebsbehandlung

Der Vagisan-Ratgeber „Scheidentrockenheit: in der Krebsbehandlung ein häufig vernachlässigtes Problem“ zeigt alle Produkte, die Sie auch schon während der Krebstherapie bei vaginaler Trockenheit anwenden können. Zudem erfahren Sie übersichtlich, wie es zu den Beschwerden kommt und was Sie dagegen tun können.

 

Download

Hormonfreie Produkte gegen Scheidentrockenheit

Das könnte Sie auch interessieren

Scheidentrockenheit

Trockenheitsgefühl im Intimbereich, verbunden mit Juckreiz, Brennen oder Schmerz – Scheidentrockenheit betrifft fast jede zweite Frau. Lesen Sie jetzt mehr über die Ursachen und die Symptome!

Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Scheidentrockenheit in den Wechseljahren ist keine Seltenheit – fast jede zweite Frau über 45 ist betroffen. Trockenheitsgefühl, Brennen, Jucken oder gar Schmerzen: Die Beschwerden von Scheidentrockenheit sind unangenehm und können eine körperliche und seelische Belastung für die Betroffenen darstellen. Dennoch wird das Thema häufig verschwiegen.