Scheidenpilz

Symptome erkennen & Tipps zur Behandlung

Scheidenpilz betrifft viele Frauen

3 von 4 Frauen leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an Scheidenpilz. Obwohl die sogenannte Vaginalmykose relativ häufig auftritt, ist es betroffenen Frauen oft unangenehm darüber zu sprechen. Dabei lässt sich eine Pilzinfektion mit Candida albicans in der Regel gut und unkompliziert behandeln.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie einen Vaginalpilz erkennen, wie er entsteht und wie Sie ihn effektiv behandeln können. Außerdem erhalten Sie Tipps, was Sie vorbeugend tun können und wann eine Scheidenpilzinfektion ein Fall für den Arzt ist.

    Scheidenpilz Symptome

    Scheidenpilz Symptome

    Jede Frau, die schon einmal von Scheidenpilz betroffen war, weiß wie störend die Symptome sein können. Diese können übrigens einzeln oder gemeinsam auftreten und in ihrer Stärke von Frau zu Frau variieren. Auf die Überbesiedelung der Vagina und des äußeren Intimbereichs mit Hefepilzen reagiert der Körper mit einer Entzündungsreaktion. Folgende Beschwerden sind für eine Infektion mit Candida albicans typisch:

    1. Jucken und Brennen im Intimbereich
      Ein typisches Anzeichen für eine Pilzinfektion der Scheide ist meist starker Juckreiz, zu dem ein Brennen oder Wundheitsgefühl hinzukommen kann – vor allem im äußeren Intimbereich und im Scheideneingang. Klassischerweise treten die Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte auf, also kurz vor der Menstruation.
      Neben einem Brennen beim Wasserlassen (Dysurie) kann es durch die durch den Pilz angegriffene Haut auch zu Schmerzen bei mechanischer Reibung kommen. Somit kann beispielsweise das Einführen eines Tampons oder Geschlechtsverkehr als unangenehm empfunden werden.
       
    2. Rötungen und Schwellungen
      Da der Pilz auch die äußeren Geschlechtsorgane befallen kann, ist nicht nur die Scheide gerötet, sondern oft auch die Schamlippen (Labien). Letztere können zudem geschwollen sein.
       
    3. Veränderter Ausfluss
      Scheidenausfluss (Fluor vaginalis) ist zunächst vollkommen normal und gehört zu jeder Frau dazu. Gesunder Ausfluss riecht nicht unangenehm und hat eine milchig-weiße Farbe. Für Scheidenpilz ist ein vermehrter flockiger, krümeliger oder bröckeliger Ausfluss mit einer weißen bis schwach gelblichen Farbe charakteristisch. Der Geruch dagegen ist unauffällig.

    Vorsicht bei riechendem Ausfluss
    Stellen Sie einen fischartigen Geruch bei Ihrem Ausfluss fest, deutet dies auf eine Infektion mit Bakterien und nicht mit Pilzen hin. In diesem Fall sollten Sie von Ihrer Frauenärztin abklären lassen, ob eine Bakterielle Vaginose oder Mischinfektion vorliegt.

    Wie sieht Scheidenpilz aus?

    Scheidenpilz Aussehen

    Mit etwa 90 % ist in den meisten Fällen der nervige Juckreiz das wichtigste Anzeichen für Scheidenpilz. Leider ist dieser nicht besonders verlässlich, da hinter diesem unspezifischen Symptom auch etwas anderes stecken kann – z. B. eine Allergie gegen ein Waschmittel oder eine andere Erkrankung. Es hat sich gezeigt, dass nur etwa 35 bis 40 % der Frauen, die über Juckreiz klagen, auch tatsächlich eine Pilzinfektion der Scheide haben.

    Weiterhin kann sich eine Scheidenpilzinfektion durch die gerötete und geschwollene Haut und Vaginalschleimhaut zeigen. Vor allem bei immer wieder auftretenden Vaginalmykosen können auch brennende Rhagaden, also ganz kleine Einrisse in der Haut auftreten. Durch die beanspruchte Haut kann es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen (Dyspareunie).

    Der Ausfluss erinnert in seiner Farbe und Konsistenz am ehesten an geronnene Milch, Hüttenkäse oder Quark. Der bei einer bakteriellen Vaginose auftretende unangenehme, fischige Geruch kommt bei einer Infektion mit Hefepilzen nicht vor.

    Diese typischen Symptome müssen aber nicht alle auftreten und können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen stellen beispielsweise gar keine optischen Anzeichen für eine Pilzinfektion fest, sondern bemerken lediglich einen Juckreiz.

    Gewissheit gibt eine Untersuchung bei der Gynäkologin. Dazu wird ein Abstrich aus der Scheide genommen und unter dem Mikroskop betrachtet. Eine Pilzinfektion ist dabei durch die typischen fadenartigen Gebilde (Hyphen) und Sprosszellen zu erkennen. Sollte bei Ihnen der Pilz immer wieder auftreten, kann der Arzt den Abstrich auch zur genauen Artbestimmung einschicken oder selbst eine Kultur anlegen. Von einem chronisch wiederkehrenden Scheidenpilz spricht man bei mehr als vier Erkrankungen im Jahr.

    Scheidenpilz Behandlung

    Eine Vaginalmykose ist in der Regel ungefährlich, aber dafür sehr lästig und häufig unangenehm. Da sie nicht einfach wieder von allein verschwindet, sollte sie möglichst früh behandelt werden, um keine langwierige Angelegenheit daraus zu machen.

    Frauen, die bereits einmal eine Infektion mit Pilzen hatten und diese vom Frauenarzt haben bestätigen lassen, können die Symptome beim nächsten Mal erkennen und sie meist bequem selbst behandeln. Entsprechende Anti-Pilz-Mittel gibt es in der Apotheke rezeptfrei zu kaufen.

    In bestimmten Fällen bleibt der Gang zum Arzt jedoch unerlässlich. Hier gelangen Sie direkt zum Abschnitt „Wann mit Scheidenpilz zum Arzt?

    Zur Behandlung eines Scheidenpilz in Eigenregie haben sich Mittel bewährt, die lokal eingesetzt werden – d.h. direkt in der Scheide und im äußeren Intimbereich. Sie enthalten meist Wirkstoffe aus der Gruppe der Imidazole. Dazu gehören unter anderem Clotrimazol, Miconazol, Econazol oder Fenticonazol. Die Vagisan Myko Produkte enthalten den am häufigsten eingesetzten und damit bewährten Wirkstoff Clotrimazol. Dieser ist breit wirksam, gut verträglich und einfach in der Anwendung.

    Was hilft gegen Scheidenpilz?

    Scheidenpilz Behandlung

    Scheidenpilzinfektionen lassen sich gut mit sogenannten Antimykotika (Arzneimittel gegen Pilze) behandeln. Clotrimazol beispielsweise hemmt den Aufbau der Pilzmembran wodurch sich die Pilzzelle nicht mehr vermehren kann und schließlich stirbt.

    Besonders gute Erfolge werden erzielt, wenn gleichzeitig zur Behandlung der Scheide, z. B. mit Scheidenzäpfchen oder Vaginaltabletten, der äußere Intimbereich mit einer Creme mitbehandelt wird. Die Creme oder Salbe wird lokal auf den äußeren Intimbereich aufgetragen und das Zäpfchen in die Scheide eingeführt.

    Wie wende ich Creme und Zäpfchen gegen Scheidenpilz an?

    Mittel gegen Scheidenpilz

    Ein Vaginalzäpfchen wird, sofern nicht anders angegeben, einmal täglich tief in die Scheide eingeführt. Am besten eignet sich die Anwendung am Abend vor dem Schlafengehen. Eine luftdurchlässige Slipeinlage verhindert Flecken in der Unterwäsche.

    Eine Clotrimazol-haltige Creme wird in der Regel zweimal täglich im äußeren Intimbereich, vom Scheideneingang bis hin zum After, aufgetragen und leicht eingerieben.

    Die Anwendung von Scheidenzäpfchen ist während der Menstruation übrigens nicht empfohlen, da sich die Wirkung durch das Blut nicht voll entfalten kann. Die Creme kann jedoch auch während der Menstruation im äußeren Intimbereich und im Scheideneingang aufgetragen werden.

    Wie lange dauert die Behandlung von Scheidenpilz?

    Scheidenpilz Medikamente

    Die Behandlung dauert in der Regel nur einen bis sechs Tage. Neben der verschreibungspflichtigen 6-Tages-Therapie ist die 3-Tages-Therapie (Vagisan Myko Kombi 3 Tage) rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Schnell und bequem ist die Behandlung mit Vagisan Myko Kombi (ebenfalls rezeptfrei): Die Kombi-Packung enthält ein 1-Tages-Zäpfchen und eine Creme für eine Woche zur Anwendung im äußeren Intimbereich.

    Hat sich innerhalb von drei Tagen keine Besserung der Symptome eingestellt, sollte ein Frauenarzt aufgesucht werden. Möglicherweise lag dann keine Pilzinfektion vor, sondern die Beschwerden sind auf eine andere Ursache zurückzuführen.

    Unterschied Vagisan Myko Kombi und Vagisan Myko Kombi 3 Tage?

    Vagisan Myko Kombi oder Vagisan Myko Kombi 3 Tage?

    Sowohl die 1-tägige intravaginale Behandlung mit einem hochdosierten Zäpfchen (500 mg Clotrimazol) als auch die 3-Tages-Therapie (200 mg Clotrimazol pro Zäpfchen) wirken jeweils zusammen mit der entsprechenden Creme zuverlässig gegen Scheidenpilz. Vagisan Myko Kombi enthält neben der Creme für den äußeren Intimbereich nur EIN Vaginalzäpfchen und ist daher z.B. kurz vor der Menstruation oder im Urlaub besonders geeignet.

    Was trägt zum Behandlungserfolg bei?

    Scheidenpilz Dauer der Heilung

    Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, dass die empfohlene Therapiedauer konsequent eingehalten wird. Auch wenn sich die Symptome häufig schon früher bessern, sollte man sich nicht zum vorzeitigen Absetzen der Antimykotika (Antipilzmittel) verleiten lassen. Dadurch würde dem Pilz erneut die Möglichkeit gegeben, sich zu vermehren und zu den bekannten Beschwerden und damit zu einer wiederkehrenden Infektion mit Candida albicans zu führen.

    Was tun, wenn der Scheidenpilz nicht weg geht?

    Scheidenpilz Tabletten

    Wenn die Symptome der Pilzinfektion nach einer Behandlung nicht verschwinden, steckt möglicherweise eine andere Pilzart (in ca. 90 % der Fälle ist Scheidenpilz jedoch auf Candida albicans zurückzuführen) oder gar eine ganz andere Ursache hinter den Beschwerden. Auch wenn der Vaginalpilz häufiger als viermal pro Jahr auftritt, ist ein Arztbesuch ratsam. Eventuell verordnet er ein anderes Pilzmittel als Clotrimazol oder eine systemische Behandlung mit Tabletten ist notwendig.

    Bleibt es nicht bei einer Pilzinfektion allein, kann sich eine sogenannte Mischinfektion entwickeln – also eine Infektion mit Pilzen UND Bakterien gleichzeitig. Hier kann beispielsweise ein Antiseptikum eingesetzt werden: Das breite Wirkspektrum von Vagisan sept mit Povidon-Iod erfasst neben Hefepilzen auch Bakterien und kann somit bei einer Vielzahl von Scheideninfektionen eingesetzt werden.

    Wann mit Scheidenpilz zum Arzt?

    Scheidenpilz Arzt

    Frauen, die bereits einmal von einer Infektion mit Hefepilzen betroffen waren, können die Symptome meist gut erkennen und diese mit frei verkäuflichen Anti-Pilz-Mitteln aus der Apotheke selbst behandeln. Unter gewissen Voraussetzungen ist es jedoch ratsam, medizinischen Rat einzuholen:

    • wenn Sie zum ersten Mal Anzeichen wie Jucken und Brennen im Intimbereich verspüren: Die Frauenärztin kann abklären, ob es sich um einen Scheidenpilz handelt oder die Beschwerden eine andere Ursache haben.
    • wenn Sie schwanger sind: Werdende Mütter sollten eine Anti-Pilz-Therapie mit ihrer behandelnden Ärztin besprechen oder sich bei Verdacht auf eine Vaginalmykose an diese wenden. Gegen Ende der Schwangerschaft soll eine Übertragung auf das Kind verhindert werden.
    • wenn Sie häufiger als 4 Mal im Jahr von Scheidenpilz betroffen sind: Der Frauenarzt klärt ab, ob bestimmte Risikofaktoren vorliegen, die eine Pilzinfektion begünstigen und ob eine andere Pilzart als Candida albicans für die Infektion verantwortlich ist. Daraufhin kann die Ärztin die Therapie anpassen.
    • wenn neben den Symptomen Jucken und Brennen auch für Scheidenpilz untypische Begleiterscheinungen wie übelriechender Ausfluss, Fieber oder Schmerzen im Unterbauch auftreten. Möglicherweise liegt dann eine andere Erkrankung vor.
    • wenn die Beschwerden trotz Behandlung nicht abklingen: Führt das Anti-Pilz-Medikament nicht innerhalb weniger Tage zu einer spürbaren Linderung der Symptome, kann die Gynäkologin untersuchen, ob möglicherweise eine andere Ursache vorliegt.

    Im Zweifelsfall ist es immer sinnvoll, sich seiner Frauenärztin anzuvertrauen. Dabei muss es Ihnen nicht peinlich sein das Thema Scheidenpilz anzusprechen. Denn die Pilzinfektion hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, sondern ist eine häufig vorkommende und gut zu behandelnde Infektion.

    Diagnose beim Arzt

    Vor der körperlichen Untersuchung wird die Frauenärztin zunächst die Anamnese in einem Gespräch aufnehmen. Damit soll geklärt werden:

    • welche Beschwerden auftreten
    • seit wann die Beschwerden bestehen
    • ob bereits eine Selbstbehandlung durchgeführt worden ist
    • ob Grunderkrankungen, wie z. B. Diabetes mellitus bestehen
    • ob kürzlich Medikamente, wie bspw. Antibiotika oder Kortison angewendet wurden

    Für die Diagnose wird zusätzlich eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Oftmals kann der Frauenarzt einen Pilz schon mit bloßem Auge an den charakteristischen Schleimhautveränderungen und dem weißen, bröckeligen Ausfluss der Scheide (Fluor) feststellen.

    Ein Abstrich bringt in der Regel Gewissheit, ob es sich um eine Pilzinfektion handelt. Unter dem Mikroskop sind die typischen Fäden (Hyphen) oder Sprosszellen, die den Pilz auszeichnen, gut erkennbar. Bei einer chronisch wiederkehrenden Infektion kann der Gynäkologe zusätzlich noch eine Pilzkultur anlegen, bzw. diese in einem Labor in Auftrag geben, um eine Artbestimmung des Pilzes durchzuführen.

    Ursachen für Scheidenpilz

    75 Prozent aller Frauen haben mindestens einmal in ihrem Leben mit Scheidenpilz zu tun. In den meisten Fällen ist eine Überbesiedelung mit dem Hefepilz Candida albicans – seltener auch mit Non-albicans-Arten wie z. B. C. glabrata oder C. tropicalis – die Ursache. Der potenzielle Scheidenpilz-Erreger C. albicans ist Teil der normalen und gesunden Scheidenflora und verursacht keine Beschwerden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich diese Pilzart jedoch stark vermehren und eine Entzündung hervorrufen.

    Wie entsteht Scheidenpilz?

    Scheidenpilz Ursachen

    Durch die verschiedensten Ursachen kann eine „natürliche“ beschwerdefreie Besiedelung des Intimbereichs mit ein paar Pilzen in eine krankhafte Infektion mit Scheidenpilz übergehen. Ist das gesunde Gleichgewicht der Scheidenflora gestört, was häufig mit einer verringerten Zahl an Milchsäurebakterien einhergeht, oder sind die Abwehrkräfte vermindert, haben die Pilze leichtes Spiel und können überhandnehmen.

    Mögliche Einflussfaktoren sind:

    • Einnahme von Medikamenten: Vor allem Antibiotika können nicht nur krankmachende Bakterien, sondern auch „gute“ Bakterien, wie die Milchsäurebakterien erfassen. Dadurch haben die Pilze weniger Konkurrenz und können sich ungehindert verbreiten. Aber auch Kortison oder einige Antirheumatika sowie Chemotherapeutika während einer Krebsbehandlung (Zytostatika) können die körpereigenen Abwehrkräfte beeinträchtigen und dadurch eine Pilzinfektion der Scheide begünstigen.
    • Geschwächtes Immunsystem: Ist die Abwehr des Körpers geschwächt, können Pilze nicht mehr so gut in Schach gehalten werden. Auslöser für ein geschwächtes Immunsystem können Krankheiten, wie bspw. eine Grippe, anhaltender Stress oder chronische Erkrankungen, wie Diabetes sein.
    • Hormone: Da Östrogen zur vermehrten Bildung von Zucker führt, der den Pilzen als Nahrung dient, fühlen sich diese unter dem Einfluss des weiblichen Sexualhormons besonders wohl. Somit kann ein Vaginalpilz durch einen erhöhten Östrogenspiegel begünstigt werden. Dieser tritt z. B. natürlicherweise während der Schwangerschaft auf. Auch die Einnahme der Antibabypille (je nach Präparat und Dosierung) oder einer Hormonersatztherapie (HRT) während der Wechseljahre kann zu einem erhöhten Östrogenspiegel führen.
    • Periode: Da in der zweiten Zyklushälfte, also kurz vor der Menstruation, der Östrogenspiegel ebenfalls erhöht ist, treten die Symptome einer Scheidenpilzinfektion typischerweise vor der Regelblutung auf.
    • Intimhygiene: Durch eine übertriebene Intimhygiene, vor allem mit Produkten, die nicht auf den äußeren Intimbereich abgestimmt sind, wie z.B. alkalische Seifen oder Duschgel, kann das körpereigene Schutzsystem - der Säureschutzmantel der Haut - gestört werden. Scheidenspülungen können sogar die natürliche Besiedelung der Scheide mit Laktobazillen aus der Balance bringen. Nach dem Toilettengang sollte auf die korrekte Wischtechnik – von vorne nach hinten – geachtet werden, um zu verhindern, dass Keime aus dem Darm zur Scheide transportiert werden.

    Scheidenpilz in der Schwangerschaft

    Bei werdenden Müttern tritt eine Vaginalmykose relativ häufig auf. Verantwortlich dafür ist der erhöhte Östrogenspiegel in der Schwangerschaft. Durch ihn steigt der Zuckergehalt der Zellen der Vaginalschleimhaut an. Die erhöhte Konzentration von Glukose stellt ein ideales Nahrungsangebot für Hefepilze dar.

    Eine Scheidenpilzinfektion sollte bei Schwangeren noch vor der Entbindung behandelt werden. Bei einer vaginalen Geburt kann sonst die Infektion auf das Neugeborene übertragen werden, was zu Mundsoor oder Windeldermatitis führen kann. Beides lässt sich zwar im Normalfall gut behandeln, sollte aber vermieden werden, um dem Baby die Symptome zu ersparen.

    Falls Sie während der Schwangerschaft den Verdacht haben an einer Pilzinfektion zu leiden, sollten Sie unbedingt Ihren Gynäkologen aufsuchen. Von einer Selbstbehandlung ist bei Schwangeren und auch in der Stillzeit in jedem Fall abzuraten. Hier sollte immer der behandelnde Arzt über die passende Therapie entscheiden!

    Sommer, Sonne, Scheidenpilz

    Scheidenpilz Sommer Urlaub

    Während der Urlaubssaison ist das Thema Scheidenpilz besonders lästig. Doch welche Gegebenheiten sorgen besonders im Sommer und in der Urlaubszeit dafür, anfälliger für eine Überbesiedlung mit Hefepilzen zu sein?

    • Stress: Der häufig gerade kurz vor Urlaubsbeginn, sei es durch die Reisevorbereitung oder eine anstrengende Anreise mit Zeitumstellung, erhöhte Stresspegel kann das Immunsystem schwächeln lassen und einen Vaginalpilz begünstigen.
    • Enge Kleidung: Wer im Sommer gern zu engen Shorts und Röcken greift, ist damit zwar modisch unterwegs, sorgt aber auch dafür, dass die Luftzirkulation zwischen den Beinen eingeschränkt ist. Das führt zu vermehrtem Schwitzen und das feucht-warme Milieu bietet ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Scheidenpilz. Tipp: Auf locker sitzende Kleidung achten oder zwischendurch die Kleidung wechseln.
    • Synthetische Unterwäsche: Denselben Effekt haben auch Slips aus Synthetik-Fasern. Unterwäsche aus Polyester und Co. nehmen Feuchtigkeit nicht auf und sind nicht luftdurchlässig. Besondere Vorsicht ist bei String-Tangas geboten. Bei ihnen besteht zusätzlich die Gefahr, dass Magen-Darm-Bakterien zur Scheide transportiert werden. Tipp: Lieber zu Unterwäsche aus Baumwolle oder modernen Mikrofasern greifen und sie immer bei 60 Grad waschen.
    • Nasser Bikini: Ein Sprung ins kühle Nass gehört im Sommer einfach dazu – egal ob See, Meer oder Pool. Nach der Erfrischung sollte der Intimbereich jedoch abgetrocknet und idealerweise der feuchte Bikini oder Badeanzug durch einen trockenen getauscht werden.
    • Chlor im Pool: In den Schwimmbädern von Hotels und Freibädern ist das Wasser oftmals stark gechlort, um die Ausbreitung von Keimen zu vermeiden. Bei entsprechender Empfindlichkeit kann das Chlor zu Reizungen der Intimhaut führen und es dem Pilz leichter machen sich zu vermehren.
    • Stellungswechsel: Mit den Temperaturen steigt häufig auch die Lust auf Sex und bei einigen Paaren auch die Experimentierfreude. Der Wechsel von Anal- zu Vaginalverkehr – ohne neues Kondom – sollte generell vermieden werden, um die Übertragung von Darmbakterien in die Scheide zu vermeiden.

    Tipp für den Urlaub
    Bei Frauen, die anfällig für Vaginalmykosen sind, sollte ein Scheidenpilz-Mittel nicht in der Reiseapotheke fehlen. Schnell und bequem ist die Behandlung mit Vagisan Myko Kombi. Die Kombi-Packung passt in jeden Koffer und enthält EIN Vaginalzäpfchen und 20 g Creme für eine Woche zur Anwendung im äußeren Intimbereich. 
    So sind Sie auch im Urlaub gegen Scheidenpilz gewappnet!

    Ist Scheidenpilz ansteckend?

    Scheidenpilz ansteckend

    Hefepilze, wie Candida albicans, können bei gesunden Menschen nicht nur in der Scheide, sondern auch im Magen-Darm-Trakt, der Mundhöhle und am Penis vorkommen. Sind die Pilze in nur geringer Anzahl vorhanden, lösen sie normalerweise keine Beschwerden aus und müssen auch nicht behandelt werden.

    Scheidenpilz zählt nicht zu den Geschlechtskrankheiten, die Hefepilze können jedoch bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr von Mann auf Frau oder umgekehrt übertragen werden. Der Sex an sich ist jedoch eher selten der Auslöser für die Infektion.

    Männer sind dabei seltener von einer Pilzinfektion am Penis, auch Candida-Balanitis genannt, betroffen als Frauen von einer Infektion der Scheide. Auch beim Mann können verschiedene begünstigende Faktoren, wie ein geschwächtes Immunsystem, dazu führen, dass sich der Pilz im Genitalbereich vermehrt und zu einer Infektion führt. Von dieser sind dann meist die Eichel und die Vorhaut betroffen.

    Da die Intimhaut durch den Pilz angegriffen, dadurch gereizt und Geschlechtsverkehr schmerzhaft sein kann, empfiehlt es sich auf Sex zu verzichten, bis die Pilzinfektion fertig behandelt ist. In der Regel muss der Partner bei einem Vaginalpilz nicht mitbehandelt werden, sofern bei ihm oder ihr keine Symptome auftreten.

    Tritt die Infektion jedoch sehr häufig auf oder schon kurz nach der Behandlung mit einem Antimykotikum erneut auf, kann es sinnvoll sein, dass der Partner sich ebenfalls untersuchen und gegebenenfalls behandeln lässt.

    Hausmittel gegen Scheidenpilz

    Einige Frauen versuchen den Hefepilz mit Hausmitteln zu behandeln, bevor die Frauenärztin konsultiert oder ein geeignetes Medikament zur Selbstbehandlung eingesetzt wird. Mögliche Hilfsmittel finden sich zuhauf im Netz. Einige vermeintliche Tipps sind allerdings sehr umstritten und können der Scheidenflora zusätzlich schaden, anstatt zu helfen.

    Don’ts bei Scheidenpilz

    Scheidenpilz Hausmittel
    • Scheidenspülungen: Scheidenpilz hat nichts mit mangelnder Intimhygiene zu tun und lässt sich auch nicht wegwaschen. Im Gegenteil: Scheidenspülungen können die natürliche Besiedelung der Scheide mit Milchsäurebakterien weiter stören und so zu einer Verschlimmerung der Symptome führen. Alkalische Seifen oder Duschgele mit aggressiven Waschsubstanzen können die Haut im Intimbereich außerdem zusätzlich reizen und so den Säureschutzmantel der Haut stören.
    • Tampons mit Joghurt: Das Gerücht, dass in Joghurt getränkte Tampons oder Scheidenschwämmchen dabei helfen die Scheidenflora wieder in Balance zu bringen, hält sich hartnäckig, ist aber leider falsch. Zwar enthält Joghurt Milchsäurebakterien, dies sind jedoch andere als in der Vaginalflora und zudem enthält Joghurt auch viele andere Zusatzstoffe, die in der Scheide nichts zu suchen haben.
    • Kokosöl: Kokosöl wird im Netz immer wieder als Wunderwaffe gegen die verschiedensten Beschwerden angepriesen. Bislang gibt es jedoch keine Studien, die einen positiven Effekt von Kokosöl bei einer Vaginalmykose nachweisen konnten.
    • Kein Zucker: Da Hefepilze sich von Zucker ernähren, kursiert die Idee, dass man sie mit einer zuckerfreien Anti-Pilz-Diät aushungern könnte. Auch wenn eine gesunde Ernährung empfehlenswert ist, hat sich dieses Vorgehen zur Therapie einer Pilzinfektion jedoch als wenig wirksam erwiesen.
    • Aus der Küche: Angeblich sollen Knoblauch oder Essig desinfizierend wirken und die Hefepilze abtöten. Nicht nur, dass die Wirkung dieser Hausmittel nicht belegt ist, sie können auch zu aggressiv für die Vaginalschleimhaut sein und diese zusätzlich schädigen.
    • Homöopathie: Manche Frauen setzen gern homöopathische Globuli mit pflanzlichen Auszügen gegen die verschiedenen Beschwerden einer Scheidenpilzinfektion ein. Eine wissenschaftlich belegte Wirksamkeit gibt es jedoch nicht.
    • Teebaumöl: Dem ätherischen Öl wird zwar eine antiseptische Wirkung zugeschrieben, ist aber selbst verdünnt zu aggressiv für die sowieso schon angegriffene Vaginalschleimhaut. In der Folge können sich die Symptome eher verschlimmern, als dass Abhilfe geschaffen wird.
    • Slipeinlagen: Aufgrund des oft veränderten Ausflusses bei einer Vaginalmykose greifen einige Frauen gern auf Slipeinlagen zurück. Allerdings sollte dabei darauf geachtet werden, dass diese nicht mit Kunststofffolie beschichtet, sondern atmungsaktiv sind. Somit wird einem feucht-warmen Milieu im Intimbereich vorgebeugt, welches das Pilzwachstum begünstigen würde.

    Dos bei Scheidenpilz

    Scheidenpilz vorbeugen
    • Sanfte Hygiene: Da eine übertriebene Körperhygiene das natürliche Gleichgewicht im Intimbereich zusätzlich stören kann, sollte dieser nur mit Wasser oder einer speziellen Intimwaschlotion gewaschen werden, die auf den pH-Wert des äußeren Intimbereichs abgestimmt ist.
    • Immunsystem stärken: Um die Abwehrkräfte zu unterstützen empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und die Vermeidung von Stress. Was bei der Reduktion von Stress hilft, ist dabei meist sehr individuell. Viele Frauen schwören jedoch auf die entspannende Wirkung von Yoga, Meditation oder autogenem Training.
    • Unterwäsche: Slips aus Baumwolle sorgen dafür, dass mehr Luft an die Haut kommt und Feuchtigkeit aufgenommen wird. Bei dem Kauf von Unterwäsche sollte daher nicht nur auf das Design, sondern auch auf die Bestandteile des Stoffs geachtet werden.
    • Waschen: Wäsche, die mit dem Intimbereich in Kontakt gekommen ist, wie Unterwäsche, Handtücher oder Waschlappen, sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um eventuelle Keime abzutöten. Handtücher und Waschlappen sollten Sie zudem häufiger als üblich wechseln.
    • Schamhaare: Es kann ratsam sein, die Schamhaare etwas zu kürzen. Eine Rasur kann die Haut allerdings zusätzlich reizen, weshalb das Kürzen der Haare mit einer desinfizierten Nagelschere vollkommen ausreicht.
    • Sex: Während der Scheidenpilz-Behandlung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden, um die durch den Pilz angegriffene Intimhaut nicht weiter anzugreifen. Eine Übertragung des Hefepilzes auf den Partner kann durch die Verwendung von Kondomen verhindert werden. Da sich die Hefepilze aber genauso im Mundbereich des Partners befinden können, sollte gleichzeitig auch vom Oralverkehr abgesehen werden.
    • Scheidenflora aufbauen: Nach der erfolgreichen Behandlung mit einem Scheidenpilz-Medikament kann die Wiederherstellung einer abwehrstarken Scheidenflora mit Milchsäure-Bakterien aus der Apotheke sinnvoll sein – vor allem bei Frauen, die zu wiederholten Pilzinfektionen neigen.

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