FAQ - Vagisan Milchsäure-Bakterien

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Nein. Vagisan Milchsäure-Bakterien und Vagisan Milchsäure werden zwar beide in der Nachbehandlung und Vorbeugung von wiederholten Scheideninfektionen eingesetzt, haben aber unterschiedliche Ansätze.

In den Vaginalkapseln Vagisan Milchsäure-Bakterien sind Milchsäure-Bakterien (Laktobazillen) enthalten; die Anwendung von Milchsäure-Bakterien in der Scheide ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Scheidenflora nachhaltig gestört ist und wieder aufgebaut werden soll.

Durch Vagisan Milchsäure hingegen wird das Scheidenmilieu rasch angesäuert; dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn in der Scheide noch ausreichend Milchsäure-Bakterien vorhanden sind – diese werden durch die Ansäuerung in ihrem Wachstum unterstützt (s. auch „Milchsäure oder Milchsäure-Bakterien?“) Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Arzt nochmal nach.

„Döderlein“-Bakterien ist eine andere Bezeichnung für Laktobazillen oder Milchsäure-Bakterien. Ein Arzt mit Namen Döderlein hat als Erster die Milchsäure-Bakterien in der Scheide entdeckt, deshalb wurden sie nach ihm benannt.

Wenn Sie zu wiederholten Scheideninfektionen neigen, können Sie durch Anwendung von Vagisan Milchsäure-Bakterien  dazu beitragen, dass die Scheidenflora stabilisiert wird und dadurch Infektionen vorgebeugt wird. Insofern kann die Anwendung von Vagisan Milchsäure-Bakterien und Vagisan Milchsäure schon helfen, Antibiotika einzusparen. Wenn aber eine Scheideninfektion vorliegt, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Eine Scheideninfektion sollte in erster Linie mit Medikamenten behandelt werden.

Eine Vaginalkapsel täglich abends vor dem Schlafengehen tief in die Scheide einführen. Die Anwendung sollte über einen Zeitraum von 8-10 Tagen erfolgen.

Falls erforderlich, kann Vagisan Milchsäure-Bakterien auch über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Bei der Anwendung von Laktobazillen (Milchsäure-Bakterien) ist es sinnvoller, die Bakterien in der „Masse“ in die Scheide einzubringen. Deshalb wird empfohlen, Vagisan Milchsäure-Bakterien an 8-10 Tagen hintereinander jeweils 1x abends in die Scheide einzuführen. Ggf. kann diese Anwendung nach der nächsten Monatsblutung wiederholt werden.

Beginnen Sie mit der Anwendung von Vagisan Milchsäure-Bakterien nach der Monatsblutung. Dann ist die Umgebung für das Wachstum der Milchsäure-Bakterien viel günstiger als zu der Zeit der Blutung. Falls Ihre Periode bereits begonnen hat, unterbrechen Sie die Anwendung von Vagisan Milchsäure-Bakterien und führen Sie sie nach Ende der Monatsblutung weiter.

Mit Vagisan Milchsäure-Bakterien Vaginalkapseln ist keine Überprüfung der Sicherheit von Kondomen durchgeführt worden. Die Vaginalkapseln enthalten jedoch keine Fettstoffe, sodass eine Beeinträchtigung des Kondom-Materials nicht zu erwarten ist. Wir empfehlen allerdings grundsätzlich, die Vaginalkapseln NACH dem Intimverkehr anzuwenden und nicht vorher.

Bei Menschen mit Laktoseintoleranz fehlt das Verdauungsenzym Laktase. Bei ihnen kann durch die Nahrung zugeführter Milchzucker (Laktose; ein Kohlehydrat) nicht abgebaut werden, und es kommt zu Verdauungsstörungen/Bauchbeschwerden.

Milchsäure-Bakterien hingegen produzieren keine Laktose (Milchzucker), sondern Milchsäure; dies ist ein völlig anderer Stoff als Laktose.

Auch Lactitol, ein Stoff, der in den Vagisan Milchsäure-Bakterien Vaginalkapseln als "Proviant" für die Milchsäure-Bakterien in sehr kleiner Menge beigefügt ist, unterscheidet sich von Milchzucker. Lactitol ist als Zuckeraustauschstoff zugelassen und wird in Nahrungsmitteln verwendet; es gibt keinen Hinweis darauf, dass es für Menschen mit Laktoseintoleranz nicht geeignet sein soll.

Außerdem ist zu bedenken, dass die Vaginalkapseln Vagisan Milchsäure-Bakterien in der Scheide angewendet werden und daher keine Bestandteile des Produktes in den Darm gelangen. Deshalb ist nach Anwendung von Vagisan Milchsäure-Bakterien in der Scheide bei Menschen mit Laktoseunverträglichkeit nicht mit Verdauungsstörungen zu rechnen.